cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11

Donnerstag, 26.05.2005 um 20.30 Uhr
Freitag, 27.05.2005 um 19.00 Uhr


Zusammen mit "Fucking different" zeigt RollenWechsel diesen Monat in der Reihe cineRosa die tiefgründige Pornodreh-Doku "intimitäten" .


RollenWechsels cineRosa und das Schwulenreferat der Uni Oldenburg präsentieren im Mai eine sexlastige Kurzfilm-Kompilation:


Fucking different

Regie: 15 RegisseurInnen
Deutschland 2004, 88 min



"We are not just fucking differently, we are FUCKING DIFFERENT!", so das Fazit dieser Kurzfilm-Kompilation. Lesbische und schwule FilmemacherInnen inszenierten ihre ganz eigenen Vorstellungen von Liebe und Sexualität des jeweils anderen Geschlechts. Das Ergebnis sind höchst unterschiedliche Filme, die die Klischees, die es immer noch in erschreckendem Maße gibt, aufzeigen und hinterfragen. Zartbesaiteten Gemütern sei gesagt, dass es neben (teils unfreiwillig) Komischem auch Handfestes und Verstörendes zu sehen gibt - aber genauso viel Spannendes über Lesben und Schwule zu erfahren.

Von und mit:
Ades Zabel, Nathalie Percillier, Michael Brynntrup, Bridge Markland u.v.a.

Lesbische Filmemacherinnen drehen einen schwulen Kurzfilm und umgekehrt. Im Mittelpunkt die Frage: Wie vögeln die anderen? Berliner Filmschaffende haben sich hier versammelt und geben Klischees, Vorurteile, Abgedrehtes, Pornografisches und Amüsantes zum Besten.
Interessant ist, dass außer dem Initiator des Projekts, Kristian Petersen, niemand wagte, Sex wirklich hautnah und in Großaufnahme zu zeigen. Petersens Lesbenpaar geht als einziges im Film richtig zur Sache. Ansonsten scheint lesbischer Sex für viele Schwule bar jeder Vorstellung - wie im Interviewfilm von Pornoregisseur Jörg Polzer - oder ein ausgesprochener Schenkelklopfer zu sein.
Die lesbischen Regisseurinnen scheinen eine klarere Vorstellung von dem zu haben, was die schwulen Brüder so treiben. Am besten umgesetzt hat dies Heidi Kull in einer amüsanten, aber durchaus auch erotischen schwulen Sexfantasie eines lesbischen Paares. TEDDY-Gewinnerin Nathalie Percillier hat eher romantische Bilder im Kopf und lässt zwei Jungs in der U-Bahn eine "naturverbundene" Sexfantasie haben. Für großen Unterhaltungswert dürfte auch Ades Zabel in seiner Rolle als Karrierefrau mit lesbischen Fantasien sorgen. Jürgen Brüning inszenierte Bridge Markland und Susanne Sachsse in einer absurd-komischen Tennissexgeschichte mit dem nahe liegenden Titel "Martina".
Der Hammer allerdings ist die letzte Episode gleichen Titels von Markus Ludwig und Peter Oehl. Eine klassische Handwerkerinnen-Pornofantasie wird plötzlich ein Musical, das es schafft, ironisch-spaßig mit Lesbensex umzu gehen, ohne dabei geringschätzig zu werden.
Manuela Kay (Siegessäule)



Verleih
GM Films, Tel. 030-8519861,
Email: gmfilms@gmfilms.de


Links

www.fucking-different.de - die Website zum Film


Eure Kommentare zum Film:
rw@rollenwechsel.net