Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11

zum Saisonstart im Oktober präsentiert RollenWechsel gleich mehrere Highlights:

Dienstag, 24. Oktober 2006 um 20.30 Uhr : Best of - Kurzfilme der Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg

Mittwoch bis Samstag, 25. bis 28. Oktober 2006 um 20.30 Uhr : Transamerica (in der Reihe cineRosa)

Dienstag, 31. Oktober 2006 um 20.30 Uhr: Anders als die Anderen (in der Reihe Verboten! - Film und Zensur)


RollenWechsel präsentiert zum 3. Mal ausgezeichnete Kurzfilme:

Dienstag, 24. Oktober 2006 um 20.30 Uhr im Cine-k der Kulturetage:
Best of - Kurzfilme der Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg

International, ca. 90 min., teilweise OmU

Seit 3 Jahren werden die besten Kurzfilme der Lesbisch-schwulen Filmtage Hamburg nach dem Festival auch hier in Oldenburg gezeigt.

Einige der OrganisatorInnen (hier im Bild) bringen die Favoriten des Filmfestes mit und stellen sie selber vor.

Natürlich werden die besten Filme erst auf den Filmtagen gekürt, deswegen ist noch nicht klar, welche Titel gezeigt werden, aber eine unterhaltsame Mischung der neuesten Kurzfilme aus aller Welt ist garantiert!

Links

Lesbisch-Schwule Filmtage Hamburg

Eure Kommentare zu den Filmen:
post@rollenwechsel.net

Herzlichen Dank an das Autonome Schwulenreferat der Universität Oldenburg für die Unterstützung dieser Veranstaltung

 

RollenWechsel präsentiert großes, oscarnominiertes Kino:

Mittwoch bis Samstag, 25. bis 28. Oktober 2006 um 20.30 Uhr im Cine-k der Kulturetage:
Transamerica

Regie: Duncan Tucker, USA 2005, 103 min., OmU                               Kartenreservierungen     

 

Bree, eine konservative Transsexuelle, lebt in einem Armenviertel in Los Angeles. Sie hat zwei Jobs und spart jeden Cent, den sie verdient, für den letzten operativen Eingriff, der aus ihr endgültig eine Frau machen soll. Doch nur wenige Tage davor erhält sie überraschend einen Anruf aus New York City. Es ist Toby, ein in Jugendhaft einsitzender 17-jähriger Teenager, der seinen Vater sucht. Schnell wird Bree klar, dass sie durch eine eher linkische sexuelle Begegnung, die sie vor Jahren einmal als Stanley hatte, einen Sohn in die Welt gesetzt hat. In einer ersten Reaktion will Bree von dem Jungen nichts wissen, doch dann werden ihr unerwartet Steine in den Weg gelegt: Brees Therapeutin verweigert ihr die Einwilligung zur Operation, solange sie sich nicht mit ihrem Sohn getroffen hat. Damit soll sichergestellt werden, dass sich Bree ihrer Sache hundertprozentig sicher ist.
Gezwungenermaßen fliegt sie nach New York, um Toby aus dem Gefängnis zu holen. Als man ihr den Jungen nach Zahlung einer Kaution in Höhe von genau einem Dollar übergibt, hält dieser die exzentrische Bree für eine christliche Missionarin, die gestrauchelte Jugendliche zu Jesus bekehren will. Bree sieht keinen Grund, dieses Missverständnis aufzuklären. Doch in arge Bedrängnis gerät sie, als sie erfährt, dass Toby die Kaution verfallen lassen und nach Los Angeles trampen will, um dort seinen leiblichen Vater zu suchen und in der schwulen Porno-Szene Karriere zu machen. Bree denkt gar nicht daran, sich ihr wohlgeordnetes Leben von dem Jungen ruinieren zu lassen. Deshalb bietet sie Toby an, gemeinsam mit ihm an die Westküste zu fahren, wobei sie heimlich plant, ihn unterwegs bei seinem Stiefvater abzusetzen. Toby geht auf ihr Angebot ein – er ist es gewohnt, dass Erwachsene ihm einen Gefallen tun und er dafür mit Sex bezahlt. Und so macht sich das ungleiche Paar, das sich im Grunde nur gegenseitig austricksen will, auf den weiten Weg quer über den Kontinent. Diese Reise wird ihre Leben verändern, Klarheit über ihre familiäre Bindung bringen und sie zusammenwachsen lassen.

 

Entstehungsgeschichte:

Die Idee für das Drehbuch basierte auf einem Gespräch, das Regisseur und Drehbuchautor Duncan Tucker mit der Schauspielerin Katherine Connella führte. Während beide über die verschiedenen Arten der Wahrnehmung zwischen Männern und Frauen diskutierten, überraschte Connella ihren Gesprächspartner mit dem Geständnis, dass sie ein Hermaphrodit ist und ursprünglich als Mann geboren wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Tucker und Connella seit über vier Monaten die Miete für ein Haus geteilt.
Die Dreharbeiten begannen am 20. Mai 2004. Gedreht wurde unter anderem an Original-Schauplätzen in New York City sowie im US-Bundesstaat Arizona. Die Produktionskosten wurden trotz der Verpflichtung namhafter Darsteller wie Felicity Huffman („Desperate Housewives“), Graham Greene („Der mit dem Wolf tanzt“) und Fionnula Flanagan („The Others“) auf nur eine Million US-Dollar geschätzt. Regisseur Duncan Tucker hatte Huffman die Hauptrolle angeboten, nachdem er sie in einem Off-Broadway-Stück gesehen hatte.

Rezeption :

Das Roadmovie feierte seine Premiere am 14. Februar 2005 auf der „Berlinale“. Nachdem der Film unter anderem auf dem „Tribeca Film Festival“ (24. April), dem „San Francisco International Lesbian and Gay Film Festival“ (26. Juli) und dem französischen Filmfestival für amerikanische Filme in Deauville (6. September) gezeigt wurde, startete Transamerica am 2. Dezember 2005 in ausgewählten US-Kinos. Der Film von Regisseur Duncan Tucker, der am Eröffnungswochenende in den USA einen Brutto-Gewinn von 46.908 US-Dollar einspielte, wurde als witziger und origineller Blick auf die moderne amerikanische Familie verstanden. Kritiker hoben vor allem die schauspielerische Leistung von Felicity Huffman hervor, bewerteten ihr Spiel als transsexuelle Bree als urkomisch und berührend zugleich sowie als eine der besten Darstellerleistungen des Kinojahres 2005. Für die Oscar-Verleihung 2006 galt sie in Kritikerkreisen als Favoritin für den Preis der besten Hauptdarstellerin, musste sich schließlich jedoch Reese Witherspoon geschlagen geben.

 

 

Kritiken:


Felicity Huffman ist einfach außergewöhnlich! Eine solch überzeugende, urkomische und kraftvolle Schauspielleistung sollte sie zu den großen Oscar-Favoriten zählen lassen.“ (Maxim)

Felicity Huffman ist einfach ein Wunder ... Witzig und bravourös. Ihre ist eine der markantesten Schauspielleistungen des Jahres.“ (Los Angeles Times)

Die originellste amerikanische Filmkomödie des Jahres!“ (New York Press)

Felicty Huffmans Schauspielleistung ist ergreifend anzusehen. Sie überzeugend zu nennen, ist eine Untertreibung. Es ist eine komplexe Metamorphose. 'Transamerica' ist berührend und komisch.“ (New York Times).

'Transamerica' wird Sie in einem Zustand von Filmeuphorie zurücklassen. Er ist urkomisch und äußerst ergreifend. Felicity Huffman ist großartig.“ (Wall Street Journal)

 

Der Regisseur:

Duncan Tucker, geboren in Arizona, gewann 2006 den Independent Spririt Award mit seinem Erstlingsdrehbuch zu Transamerica.

 

Filmographie:

- Transamerica (2005)
- Boys to Men (2001) (segment "The Mountain King")
- The Mountain King (2000)

Auszeichnungen (Auswahl):

Oscar 2006
nominiert in den Kategorien
Beste Hauptdarstellerin (Felicity Huffman)
Bester Filmsong („Travelin' Thru“)

Golden Globe 2006
Beste Hauptdarstellerin – Drama (Felicity Huffman)
nominiert in der Kategorie Bester Filmsong („Travelin' Thru“)

Berlinale 2005
Leserpreis der Siegessäule für Duncan Tucker

Satellite Awards 2005
Beste Hauptdarstellerin – Drama (Felicity Huffman)

Tribeca Film Festival 2005
Beste Darstellerin (Felicity Huffman)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Transamerica (GNU-Lizenz für freie Dokumentation)

 

Links

Offizielle Webseite des Films

Trailer zum Film

 

 

zusätzlich zum RollenWechsel-Programm präsentiert das Cine-k-Team den ersten deutschen Schwulenfilm in der Reihe: Verboten! Film und Zensur:

Dienstag, 31. Oktober 2006 um 20.30 Uhr im Cine-k der Kulturetage:                               Kartenreservierungen   
Anders als die Anderen

Regie: Richard Oswald, D 1919, 51 min., Stummfilm mit Musik, Einführung: Prof. Dr. phil. Jens Thiele

 

Im Jahr 1919 konnte der jüdische Filmpionier Richard Oswald den weithin als ersten ‚Schwulenfilm’ beachteten Versuch unternehmen, im neuen Massenmedium auf die repressive Situation Homosexueller aufmerksam zu machen. Begünstigt wurde die Berliner Produktion durch eine kurze Phase der Liberalisierung des Paragraphen 175. Gleichwohl gab es Zensurauflagen und bereits im August 1920 ein Vorführverbot; der Film, dessen wissenschaftlicher Berater der Sexualforscher Magnus Hirschfeld war, durfte nur noch „in Lehranstalten und wissenschaftlichen Instituten“ gezeigt werden. Heute existiert nur noch eine unvollständige Fassung.
(von Prof. Dr. phil. Jens Thiele)

weitere Infos auf der Seite des Cine-k