RollenWechsels Beitrag zum Rosa November des Na Und e.V., Verein für Lesben und Schwule in Oldenburg:

Sonntag, 12. November 2006 um 15.00 Uhr im Hempels, Ziegelhofstr.83, Oldenburg
"Lesbenlust und Kinoliebe" - Samantha Maria Schmidt hält im Hempels einen Filmvortrag zum Thema Lesbensex und lesbische Erotik im Kino.

Filmvortrag, D 2003, 110 min, Mini-DV, OF, Regie und Vortrag: Samantha Maria Schmidt, Eintritt frei

   
Diese Dokumentation präsentiert mehr als 250 Szenen aus 130 Spielfilmen, in denen Lesben eine Rolle spielen. Sie führt in aller Deutlichkeit vor,
wie frauenliebende Frauen sich in Filmen begegnen, wie sie miteinander flirten, sich küssen, lieben und begehren und gegen welche inneren und äußeren Widerstände sie anrennen.

- Haarsträubendes wird uns zugemutet, wie der überall lauernde Lesbentod
- Originelles, wie das Toiletten-Outing in "Fucking Amal"
- Erotisches, wie die Blicke von Maria Schrader als Jaguar
- Geiles, wie die Anmache in "Bound"
- Ernstes, wie die verklemmte Massageszene in "Claire of the Moon"
- Aufschlussreiches wie die Vögel, die gen Himmel fliegen, wenn Frauen miteinander vögeln
- Aufregendes wie die vielen Blicke, Küsse, Flirts und Bettszenen...

Die Literaturwissenschaftlerin Samantha Maria Schmidt stellt in einem Filmvortrag ihre Arbeit zu Lesbensex und lesbischer Erotik im Kino vor.
Schmidt ist Filmarbeiterin, Arbeiterin mit Film, Filmemacherin - es ist schwer, eine Bezeichnung für das zu finden, was sie in geduldiger Feinarbeit vollbringt.

 

Die Regisseurin und Vortragende:

Samantha Maria Schmidt, Regisseurin und Vortragende für den Filmvortrag "Lesbenlust und Kinoliebe"

Samantha Maria Schmidt:

1953 in Berlin geboren, machte 1981 ihre erste Dokumentation über Lesben im Film.

Link:

Interview mit der Regisseurin

 

Die hier gezeigten Bilder hat uns die Vortragende selbst zur Verfügung gestellt.

Lesbische Erotik in "Lost and Delirious"
Szene aus "Lost and Delirious"

Kussszene aus Deserthearts
Szene aus "Deserthearts"

Lesbische Erotik im Kino: She don't Fade
Szene aus "She Don´t Fade"

Der "Rosa November" ist eine Veranstaltungsreihe des Na Und e.V., dem Oldenburger Verein für Lesben und Schwule, die seit drei Jahren stattfindet.
Einen Monat lang präsentiert der Na Und e.V. unter anderem im Oldenburger Lesben- und Schwulenzentrum verschiedene Events, wie zum Beispiel Lesungen und Vorträge aber auch Parties.
Na Und, Lesben und Schwule in Oldenburg


  
Im Rahmen der 6. Oldenburger Kurzfilmtage zwergWERK präsentiert RollenWechsel 3 Kurzfilme zum Thema „AIDS/HIV“ anlässlich des 20jährigen Bestehens der Oldenburgischen AIDS-Hilfe.

Sonntag, 26. November 2006 um 16.00 Uhr im Cine-k der Kulturetage:
Kurzfilme zu AIDS / HIV

ca. 85 min teilweise OmU                               Kartenreservierungen 

Es werden drei Kurzfilme gezeigt, die sich mit dem Umgang mit HIV im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte beschäftigen.
Bedeutete 1990 eine HIV-Infektion noch den baldigen Tod, wurden in den 90ern Medikamente entwickelt, die ein Leben mit HIV erheblich verlängern können und vielleicht auch einigen die Angst vor einer Ansteckung nahmen, was sich heute in gestiegenen Neuinfektionsraten zeigt. Der Gewinn dieser Veranstaltung wird an die Oldenburger Aidshilfe gespendet.

gezeigt werden:

Abgeschreckt hat es mich nicht

Medienprojekt Wuppertal
D 2005, 45 min.


Eine Dokumentation über Sex und HIV im Leben junger Schwuler.

Viele, insbesondere junge Schwule haben heute, nachdem das AIDS-Virus aufgrund von Medikamenten seinen Schrecken verloren hat, wieder ungeschützten Sex mit häufig wechselnden Partnern. Das Risiko, daß sie sich und andere mit HIV infizieren könnten wird oft nicht wahrgenommen. Sie meiden das Thema unter anderem auch deshalb, weil sich viele Schwule durch die Projektion der Krankheit AIDS auf Homosexuelle diskriminiert fühlen.

Für den Film bearbeitete eine Gruppe junger Schwuler das Thema Sexualität insbesondere in Hinsicht auf HIV und Aids.

Der Film porträtiert zwei HIV-Positive:

Tobias ist 21 Jahre alt und weiß nicht, wann und bei wem er sich infiziert hat. Er bewegte sich ausgiebig in der Schwulenszene, hat aber mittlerweile ein gespaltenes Verhältnis dazu: Trotz des Reizes, den sie auf ihn ausübt(e), sieht er weite Teile dieser Szene als sehr oberflächlich. Mit der Erfahrung der Infizierung hat sich sein Lebensgefühl grundlegend geändert, durch die unmittelbare Nähe zum Tod ist ihm die Bedeutung seines eigenen Lebens deutlich geworden.

Kay ist seit sieben Jahren HIV-positiv und lebt in einer festen Beziehung. Er kann seinen Beruf als Schauspieler nicht mehr ausüben, ist aber in der HIV- Aufklärungsarbeit aktiv. In einem ausführlichen Interview beschreiben er und sein Partner folgende Bereiche ihres Lebens: Wie ist das Leben in der Beziehung? Welche Rolle spielt die Krankheit im alltäglichen Leben und Lieben? Welche Perspektiven haben sie?

In weiteren Interviews mit unterschiedlichen jungen Schwulen geht es um deren unterschiedlichen Umgang mit Liebe, Sexualität und „Safer Sex“.

Der Film zeigt sehr persönlich verschiedene Sicht- und Erlebnisweisen von jungen Schwulen zu ihrer Sexualität und zum Thema HIV/ AIDS.

Preis:

Deutscher Jugend-Videopreis 2006 in der Altersgruppe 21 bis 25 Jahre (2. Preis)

Link:

Medienprojekt Wuppertal

Kay gibt Auskunft über seine HIV-Infektion
Kay

Tobias wird zum Thema AIDS/HIV interviewt
Tobias

 

Szene aus "Abgeschreckt hat es mich nicht", Kay und sein Lebenspartner
Kay und sein Lebenspartner

Ovo Maltine kandidiert für den Bundestag 1998

Christoph Josten alias Ovo Maltine

Ovo Maltine, Moderator in N8Schwestern

Ovo Maltine und BeV Stroganov

Herzlichen Dank an Michael Brynntrup dafür, dass wir den Film zu vergünstigten Konditionen zeigen können.

 

Das Ovo

Regie: Michael Brynntrup
D 2006, 17 min. , DF mit engl.UT

Kollage aus dem Video-Archiv von Ovo Maltine und ihren TV- und Filmauftritten, unter dem Motto:

„Es kommt nicht darauf an, wie sich eine Tunte bewegt, sondern was sie bewegt.“

 

Christoph Josten war Ovo Maltine. Sie starb am 8. Februar 2005 im Berliner Auguste-Viktoria-Krankenhaus. Elf Wochen nach der überraschenden Diagnose Lymphdrüsenkrebs, nach 13 Jahren HIV-Infektion.

Aus der Pressemitteilung zum Tod von Ovo Maltine:
"Ovo (das Ei) legte sich ins Nest der Berliner Tuntenbewegung und brütete an verschiedenen politischen Projekten: Schwules Überfalltelefon, Act up, AIDS Benefize, Marihuana-Legalisierung, Anerkennung von Prostitution als Beruf, Anerkennung der Gehörlosensprache, Transgender Visibility,..."

Darsteller:
Ovo Maltine, sowie BeV StroganoV, Ichgola Androgyn, Tima die Göttliche, u.v.a.m.

Ovo Maltine ist im Mai 2004 in Oldenburg zu Gast gewesen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Was Macht Geschlecht?" zeigte RollenWechsel den Film "Tunten lügen nicht", in dem Ovo neben drei weiterem Berliner Tunten porträtiert wurde.

 

Der Regisseur:

Michael Brynntrup:

Geboren 1959 in Münster, Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Freiburg und Rom. Seit 1982 in Berlin.

Über 60 Filme und Video (vier
Langfilmprojekte) seit 1981.

Filmographie (Auszug):

- Jesus - Der Film (1986)
- Plötzlich und unerwartet: Der Elefant aus Elfenbein (1993)
- Homo Erectus (Kurzfilmprogramm) (1996)
- Stummfilm für Gehörlose (2002)
- E.K.G.Expositus (2003)

 

Links:

Homepage von Michael Brynntrup

Homepage von Ovo Maltine


Relax

Regie: Chris Newby
UK 1990, 22 min. , OmU

Steve wartet auf das Ergebnis seines HIV Tests.

Steve hatte viele verschiedene Sexpartner und befürchtet, daß er sich mit dem HI-Virus infiziert hat. Sein Partner Ned versucht ihn zu beruhigen und überredet ihn sich testen zu lassen. Steve kann nicht relaxen: er ist davon besessen seinen Körper zu waschen, er reinigt seine Zehenzwischenräume mit der Zahnbürste. Er will es eigentlich gar nicht wissen. Die fünf Tage Warten auf das Testergebnis sind eine Qual. Er schaut Pornos. Er fängt an mit Ned zu raufen, dem das Warten im Gegensatz zu Steve nicht viel ausmacht. Er träumt. Er ärgert sich. Er sieht dem Tod ins Auge. Die ungewisse Zukunft malt er sich in den möglichen Varianten aus. -
Experimentell und ergreifend.

 

Der Regisseur:

Chris Newby, Regisseur von Relax

Chris Newby:

Geboren 1957, Studium am Polytechnikum in Leeds und an der Royal College of Art School of Film and TV

 

 

Blutuntersuchung auf HIV aus Film Relax

 

Teddy Twenty DVD, lesbische und schwule Kurzfilme

Relax ist einer der zwanzig preisgekrönten Kurzfilme der Teddy Awards Berlin.

Die zugehörige DVD "Teddy Twenty" gibt es im Fachhandel

 

Herzlichen Dank an die Salzgeber Medien & Co. GmbH, die uns diesen Film kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

 

Preis:

Teddy Award für den besten Kurzfilm (1991)


Sonntag, 12. November 2006 um 15.00 Uhr: "Lesbenlust und Kinoliebe": Filmvortrag von Samantha Maria Schmidt
im Hempels, Ziegelhofstr. 83, Oldenburg

Sonntag, 26. November 2006 um 16.00 Uhr: Kurzfilme zu AIDS / HIV
im Cine-k der Kulturetage, Bahnhofstr. 11

Mittwoch bis Samstag, 29.November bis 2. Dezember 2006 um 20.30 Uhr : Hildes Reise (in der Reihe cineRosa)
im Cine-k der Kulturetage, Bahnhofstr. 11


Anlässlich des 20jährigen Bestehens der Oldenburgischen AIDS-Hilfe präsentiert RollenWechsel ein schwules Roadmovie:


Mittwoch, 29. November bis Samstag, 2. Dezember 2006 um 20.30 Uhr im Cine-k der Kulturetage:
Hildes Reise

Regie: Christof Vorster, CH 2004, 87 min., DF                               Kartenreservierungen 

 

Steffs (Oliver Stokowski) routiniertes Leben gerät völlig durcheinander, als er erfährt, daß sein ehemaliger Lover Martin Hilder, Hilde genannt, an AIDS gestorben ist. Im Testament hat Hilde ihn, seine große Liebe, als Alleinerbe des nicht unerheblichen Vermögens eingesetzt. Einzige Bedingung: Er soll seine Asche in den Atlantik streuen.
Martins Mutter (Heidi Maria Glössner) versucht die Todesursache ihres Sohnes zur Wahrung der Familienehre geheimzuhalten und schlägt Steff einen Handel vor: Für eine einmalige Abfindung bleibt die Urne im Familiengrab und der Schein des Krebstodes des Sohnes gewahrt.
Steff lässt sich aufgrund akuter finanzieller Engpässe auf den Deal ein.

Doch da ist auch noch der HIV-positive letzte Freund von Hilde: Rex (Michael Finger). Er ist wild entschlossen, Hildes letzten Willen durchzusetzen und kidnappt die Urne...

 

Christof Vorster erzählt in seinem schwulen Roadmovie eigenwillig, packend und emotional von Liebe, Freundschaft und AIDS.

Auch wenn es beinahe als Hysterie der 80er Jahre abgetan scheint, wie das Waldsterben: AIDS, so erinnert Vorster, gibt es immer noch. AIDS ist immer noch nicht heilbar und bedeutet für Infizierte eine drastische Einschränkung in der Lebensqualität.
Über AIDS soll man reden, denn Reden heißt Prävention. Dass diese so einfache wie wichtige Botschaft aus schwulem Munde vorgebracht wird, ist so gut wie kein Zufall, auch wenn gerade homosexuelle Kritiker Vorsters Streifen deswegen kritisieren. Immer haben nur Schwule AIDS, so schreiben sie empört, als ob Heten das Problem nicht kennen! Tun sie, aber sie reden nicht drüber.

Christof Vorster interessiert sich weniger für das Klischee vom schwulen gleich schnellen Sex, als vielmehr erstens für das Defizit, das daraus erwächst, und zweitens für die allgemeinmenschlich höchst relevante Frage: Was zählt denn wirklich im Leben? Knete oder Asche? Geld oder Liebe? Lug oder Trug? Wie ist der Mensch nach dem Dahinscheiden eines Menschen, der ihm lieb war?

Quelle: cineman.ch

 

Der Blick auf AIDS und HIV-Infektion hat sich im Laufe der 20 Jahre, die es die Oldenburgische Aidshilfe nunmehr gibt, stark gewandelt. Deswegen ist es uns von RollenWechsel wichtig einen aktuellen Film zu zeigen, der das Thema aus heutiger Sicht beleuchtet.

 

Kritik:
"Hildes Reise ist ein berührendes Roadmovie über Vergangenheitsbewältigung, emotionale Selbstfindung und Freundschaft. Die stimmungsvollen Bilder, der gut gewählte Soundtrack und die überzeugende Besetzung garantieren ein Kinoerlebnis mit Tiefgang."
Magazin Cinema

 

Festivals:

Montreal World Film Festival 2004
Inside Out Toronto Film Festival 2005
Newfest 2005
Queerfilm Festival Bremen 2005

 

Der HIV-positive letzte Freund von Hilde: Rex
Rex

Steff in einer Bar für Schwule
Steff

Martins Mutter bei der Beerdigung von Hilde
Martins Mutter

Steff, Rex und Hilde in einer schwulen Bar
Steff und Rex

 

 

Steff, Rex und Hilde am Abend
Steff und Rex

An der französischen Küste
Steff und Rex

Steff am Atlantikstrand

 

Der Regisseur:
Christof Vorster, Regisseur von Hildes Reise

Christof Vorster:

Geboren 1960 in Schaffhausen. 1980-90 Schauspieler am Basler Theater, Anne Bogart Company in New York. Seit 1985 Arbeit als Autor und Regisseur, Regie-Assistent, Aufnahmeleiter und Produktionsleiter für Spiel-, Dokumentar-, Werbe- und Auftragsfilme.

Filmographie (Spielfilme):

1995 Das Stille Haus
1992 Schatten der Liebe

Mit freundlicher Unterstützung des Autonomen Schwulenreferats der Universität Oldenburg.

 

Links

offizielle Website zum Film

Weitere Filminfos auf cinemabuch.ch

 

Oldenburger Seiten zu AIDS/HIV

Aidshilfe Oldenburg

Das Präventionsteam der Oldenburgischen Aidshilfe: Antons-Günther

Safer Sex Team Oldenburg