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Mittwoch 28.3.2007 bis Samstag 31.3.2007 um 20.30 Uhr      


RollenWechsel präsentiert im März zwei Feel-Good-Lesbenfilme: "Reality Check" und "The Watermelon Woman".

The Watermelon Woman

Regie: Cheryl Dunye
USA 1996, 80 min., OmU


Cheryl ist flippig, schwarz und lesbisch, jobbt in Philadelphia mit ihrer besten Freundin Tamara in einer Videothek und beabsichtigt als Filmemacherin ganz groß rauszukommen. „The Watermelon Woman“, eine schwarze Schauspielerin aus den 30er Jahren, fasziniert Cheryl so sehr, daß sie eine Dokumentation und damit ihren ersten richtigen Film, über sie drehen möchte. Die Recherche nach der fast vergessenen Person führt sie quer durch Philadelphia zu alten Archiven, Bibliotheken und Filmemachern, alles wird mit der eigenen Kamera dokumentiert. Niemand scheint die Watermelon Woman zu kennen. Sie filmt dabei witzige Spekulationen von Passanten auf der Straße, einen Filmfanatiker, der vorgibt alles über schwarzen Film zu wissen, aber an der bloßen Hürde "sie war eine Frau?" scheitert. Doch dann interviewt Cheryl eine alternde Butch, die die Watermelon Woman selbst auf der Bühne in einem Club in Philadelphia gesehen hat und weiß, daß sie mit richtigem Namen Fae Richards heißt. Von nun an kommen die Nachforschungen und auch Cheryls Leben in Schwung und die Parallelen häufen sich.

Fae Richards war genauso wie sie schwarz und lesbisch, lebte in Philadelphia und war mit der weißen Regiesseurin Martha Page liiert.

Kurz nach dieser Entdeckung kommt Cheryl mit Diana, einer weißen Frau, zusammen, die sie durch Zufall in der Videothek kennengelernt hat. Diese Beziehung stellt ihre Freundschaft mit Tamara auf eine harte Probe.

 

Hintergrundinfos:

Cheryl Dunye ist Hauptdarstellerin, Produzentin, Drehbuchautorin und spielt sich im Film selber. Allerdings ist die Story des Films nicht authentisch, sondern frei erfunden. Sogar die Filmszenen von der Watermelon Woman aus den 30er Jahren sind nicht echt. Das Drehbuch zur (erfundenen) Archivszene des Films "Plantation Memories" aus dem Jahr 1930 wurde von Cheryl Dunye mitgeschrieben und durch Douglas McKeown produziert. In ihrem Filmdebut spielt auch ihre Mutter Irene Dunye (eben als Cheryls Mutter) mit. Die flippige, jugendliche Leichtigkeit des Films und der etwas amateurhafte Charme des Films machte ihn zum Publikumsliebling auf vielen schwul-lesbischen Filmfestivals in Amerika und Europa. Es handelt sich bis heute um den einzigen afro-amerikanischen Lesbenfilm im Kino.

 

Die Regisseurin:

Cheryl Dunye:

1966 in Liberia geboren, studierte an der Temple University und der Mason Gross School of Arts der Rutgers University. Sie hat sich in mehreren Videofilmen mit den Zusammen-hängen von Hautfarbe, Sexualität und Klassenzugehörigkeit im Leben schwarzer Lesben auseinandergesetzt. Sie lebt in Philadelphia.

Filmographie (Auszug):

My Baby's Daddy (2004)
Greetings from Africa (1996)
Vanilla Sex (1992)
She don't fade (1991)

 

Preise:

Berliner Teddy-Award für den besten Film (1996)
Publikumspreis auf dem Outfest Los Angeles (1996)

 

Links:

Trailer zum Film (englisch, nur mit Internet Explorer)

Homepage der Regisseurin

 


Diana und Cheryl


Cheryl und Tamara


Diana und Cheryl


Tamara und Cheryl


Diana und Cheryl

Cheryl Dunye

 


Luzie im Theater

 


Polizeischülerin Nicole

 


Nicole und Luzie

 

 

Reality Check

Regie: Lea Schmidbauer
D 2004, 21 min., dt. OF

"Jetzt reicht's!" denken sich die träumerische Polizeischülerin Nicole und die abgeklärte Theaterregisseurin Luzie als sie sich nach einer Reihe von Missgeschicken mitten auf einem Acker im Nirgendwo treffen. Schnell funkt es zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren und es folgt eine knisternde Nacht in einer verlassenen Scheune ...

 

Lea Schmidbauer:

1971 in Starnberg geboren, Studium der Amerikanistik und des Dokumentarfilms und Fernsehpublizistik. 2001 gründete sie zusammen mit Aylin Langreuter die Wahnsinn und Methode Gesellschaft für kreative Dienstleistung mbH, mit der sie 2004 ihren Abschlussfilm "Reality Check" koproduzierte. Derzeit arbeitet sie am Drehbuch zu ihrem Spielfilm-Debüt.

Reality Check ist ein Film der Kurzfilmsammlung
"Lesbian Fun Shorts 2", herausgegeben von der Edition Salzgeber.

Preis:

Auszeichnung als bester Kurzfilm auf dem Verzaubert-Filmfestival 2004

 

 


Nicole und Luzie