Cine K in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, Oldenburg
                 

17.-19.3.2011, 21.3.-26.3.2011 und 28.-30.3.2011

RollenWechsel zeigt zum Frühlingsanfang das phänomenale, in Cannes prämierte Erstlingswerk eines 17jährigen Kanadiers

I killed my mother
Regie, Drehbuch und Hauptrolle: Xavier Dolan

Kanada 2010, 100 Min., dt. Synchronisation


Inhalt:

Hubert Minel (Xavier Dolan), ein frecher 17-jähriger, verabscheut seine Mutter. Er sieht nur ihre altmodischen Pullover, die kitschige Deko und die widerlichen Krümel, die an ihren schmatzenden Lippen kleben - und straft sie mit Verachtung. Hinter diesen nervigen Äußerlichkeiten lauern zwei Fertigkeiten, die seine Mutter zu höchster Blüte kultiviert hat: Manipulation und Schuldzuweisung.

Hubert, verwirrt und zerrissen von einer Hassliebe, die täglich mehr Besitz von ihm ergreift, macht eine Adoleszenz durch, die zugleich ungewöhnlich und typisch ist, geprägt von der Selbstentdeckung als Künstler, Offenheit für Freundschaften, Ausgrenzung und Sex. Und immer verzehrt ihn dabei die alles verschlingende Verachtung für diese Frau, die er irgendwie einst liebte.

Nur fair also, dass er in der Schule behauptet, seine Mutter sei tot. Dass er hysterisch zu schreien anfängt, wenn sie ihn morgens in die Schule bringt und nicht rechtzeitig das plärrende Radio ausmacht. Dass er ihr ständig vorhält, was für eine niveaulose Unperson sie sei. Dass sie nur zufällig im Solarstudio erfährt, dass er schwul ist - und zwar von der Mutter seines Freundes, die ganz begeistert ist, dass die beiden Jungs nun schon zwei Monate zusammen sind und so offen damit umgehen...

Der erste Streich des kanadischen Wunderkinds Xavier Dolan, der "J´ai tué ma mère" mit 17 schrieb, mit 19 drehte und damit die Festivals weltweit im Sturm eroberte - der ultimative Film für alle Söhne (und Töchter) im Clinch mit ihrer Mutter!
Text und Fotos: Kool Films, spiegel.de


Kritiken:

"Hier ist ein hochintelligenter, sich seiner Mittel sehr bewusster Erzähler am Werk, der die Einflüsse von Francois Truffaut bis Won Kar-wai nicht verbirgt, sondern sie geschickt in diesen ganz und gar erstaunlichen Erstling einarbeitet und dabei eine eigene, ausgesprochen jugendliche Filmsprache entwickelt. Das ist erfrischend und anrührend zugleich, energiegeladen und melancholisch. I Killed My Mother ist ein Film ganz so, wie sich jener Übergang eben anfühlt: tröstlich für das gleichaltrige Publikum, bittersüße Erinnerungen heraufbeschwörend bei uns alten Säcken.
Die Zeit

"Als Dolan den Film 2009 beim Filmfestival in Cannes vorstellte, mit 20, da nahm der Applaus kein Ende, und er reiste mit drei Preisen im Gepäck nach Hause, was nicht einmal übertrieben war. Jugendliche Künstler werden immer gern als Genies bejubelt, aber handwerklich sieht der Film nach Vollprofi aus und nicht nach experimentierendem Pseudo-Wunderkind. Satte Farben, Tempo, tolle Darsteller (Dolan eingeschlossen) und ein bisschen Spielerei mit Zeitlupe und Montage."
Der Spiegel



Termine:

 Donnerstag, 17.03. um 20:30 Uhr
 Freitag, 18.03. um 20:30 Uhr
 Samstag, 19.03. um 20:30 Uhr

 Montag, 21.03. um 20:00 Uhr
 Dienstag, 22.03. um 20:00 Uhr
 Mittwoch, 23.03. um 20:00 Uhr
 Donnerstag, 24.03. um 18:00 Uhr
 Freitag, 25.03. um 18:00 Uhr
 Samstag, 26.03. um 18:00 Uhr

 Montag, 28.03. um 17:30 Uhr
 Dienstag, 29.03. um 17:30 Uhr
 Mittwoch, 30.03. um 17:30 Uhr



Links:

 Offizielle Filmhomepage bei Kool Films mit Trailer

 Linksammlung zu Kritiken zu diesem Film bei filmz.de




Eintrittspreise und Reservierungen:

Eintritt (nur AK): 6 €.
4er-Karte (übertragbar) 20 €. Mit Cine-Karte: jeweils 2 € ermäßigt.
Bei Überlänge + 1 €.
Reservierung 0441-2489646 oder unter www.cine-k.de