Cine K in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, Oldenburg
                 

Mo. 6.6.2011 um 20:00 Uhr

RollenWechsel präsentiert zum CSD NordWest 

Die Jungs vom Bahnhof Zoo
Regie: Rosa von Praunheim

Deutschland 2010, 84 Min.




Inhalt:

In dem Dokumentarfilm „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“ werden spannende und authentische Lebensgeschichten von Strichern zusammengeführt, um das Phänomen „Männliche Prostitution“ losgelöst von Klischees zu verdeutlichen. Im Mittelpunkt des Films stehen die Lebensgeschichten von fünf Strichern, drei von ihnen sind Roma. Ionel begleiten wir mit der Kamera in sein Heimatdorf nach Rumänien, um zu zeigen, aus welchen Armutsverhältnissen Jungs wie er kommen. Nazif ist ein ehemaliger Bürgerkriegsflüchtling aus Bosnien, der als Kind nach Deutschland kam und schon als junger Stricher am Bahnhof Zoo harte Drogen konsumierte. Der junge Rumäne Romica hat eine Familie gegründet, deren Existenzgrundlage lange die Prostitution war.
Unter den Strichern gibt es auch minderjährige Jungs, die früh von Pädosexuellen missbraucht wurden und später in die Stricherszene geraten sind. Daniel-René ist einer von ihnen. Als junger Erwachsener leidet er noch heute massiv an den Folgen seiner traumatischen Erfahrungen. Unsere Hauptfigur ist Daniel, der mit sechzehn seine „Stricherkarriere“ am Bahnhof Zoo in Berlin begann. An seinem Beispiel wird sehr deutlich, welche sozialen Umstände einen Einstieg in die Stricherszene begünstigen.
Auch Straßensozialarbeiter, Wirte von Stricherkneipen und Freier, wie der österreichische Schauspieler und Regisseur Peter Kern, kommen in dem Dokumentarfilm zu Wort.
Quelle: Basis Film-Verleih Berlin.



Kritik:

"Nicht erst seit den Tagen von „Christiane F.“ ist Berlins Bahnhof Zoo ein Ort, an dem sich Stricher tummeln. Dieses Milieus nimmt sich Rosa von Praunheim in seinem neuen Film an, einer weiteren seiner eher schnörkellosen Dokumentationen. Vorurteilsfrei und unbefangen werden einige (teils ehemalige) Sexdienstleister porträtiert, Sozialarbeiter vorgestellt, Wirte von Stricherlokalen und Freier befragt. Dabei erfährt man, wie der Berliner Markt zunehmend von bettelarmen Einwanderern vom Balkan beherrscht wird. Praunheim reist auch in ein rumänisches Romadorf, aus dem einige Berliner Stricher stammen. Schwul ist natürlich keiner, beim Sex übernehmen alle nur den „männlichen“ Part – doch, so berichten Eingeweihte, letztlich ist auch dies nur eine Frage des Geldes.
Zitty



Termin:

Montag, 6.6.11 um 20:00 Uhr





Links:

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Offizielle Webseite zum Film




Eintrittspreise und Reservierungen:

Eintritt (nur AK): 6 €.
4er-Karte (übertragbar) 20 €. Mit Cine-Karte: jeweils 2 € ermäßigt.
Bei Überlänge + 1 €.
Reservierung 0441-2489646 oder unter www.cine-k.de