Cine K in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, Oldenburg
                 




2. CSD-Filmrolle

CSD-Filmrolle 2014



Die CSD-Filmrolle ist nun zum zweiten Mal Teil des Rahmenprogrammes zum CSD Oldenburg. In einer Kooperation von Wir-in-Weiß, RollenWechsel, Feministisches Referat, Schwulenreferat, amnesty international Oldenburg, LuST e.V. sowie dem Medienbüro Oldenburg werden auch in diesem Jahr im Cine k (Kulturetage) Filme gezeigt, die einen cineastischen Blick in andere Länder werfen.

Der Eintritt zu EAST/WEST - SEX AND POLITICS, der vom Feministischen Referat in Kooperation mit dem Schwulenreferat gezeigt wird, ist frei. Wir freuen uns sehr, dass der Aktivist Maxim aus Nowosibirsk während des Films und der sich anschließenden Diskussion anwesend sein und berichten wird.

Zu den Filmen BORN THIS WAY und KINDER GOTTES, die von amnesty international Oldenburg gezeigt werden, gibt es ebenfalls einführende Informationen bzgl. der Länder und Regionen in denen diese Filme spielen.

Eröffnet wird die CSD-Filmrolle am Montag, 02. Juni um 21:00 Uhr mit dem australischen Film BEAUTIFUL LOVE. Zum anschließenden Sektempfang laden wir euch herzlich ein!




PROGRAMMÜBERSICHT
Mo 02.06. 21:00    Beautiful love
Mi 04.06. 20:00    Cloudburst
Fr 06.06. 20:00    Lengua materna - Muttersprache
Mi 11.06. 20:00    Floating skyscrapers
Fr 13.06. 20:00    EAST/WEST - Sex & Politics
Di 17.06. 20:00    Born this way
Do 19.06. 20:00    Kinder Gottes
 
 


BEAUTIFUL LOVE

Mo 02.06. | 21:00 Uhr | danach Sektempfang
von Lee Galea | Australien 2013 | 84 Min. | OmU


Als der hinreißende Neuzugang William gemeinsam mit dem introvertierten Frankensteinfan Mike eine moderne Version der größten Liebesgeschichte aller Zeiten für den Schulunterricht erarbeiten soll, kann dieser sein Glück kaum fassen. Aus dem hoffnungsvollen Funken zwischen den beiden Teenagern erwacht eine unendliche Welt der Möglichkeiten – und mit ihnen Gefühle, von denen keiner zu träumen gewagt hat.


Lee Galeas autobiografisches, in den 90er Jahren angesiedeltes und unwiderstehlich schönes Melodram eroberte nicht nur die Herzen der Australier im Sturm - mit seiner, ausgesprochen selten in schwulen Filmen anzutreffenden, Intensität weckt ''BEAUTIFUL LOVE'' Erinnerungen an die allumfassende Macht der ersten Liebe. ''Beautiful Thing'' trifft ''Romeo and Juliet'' – unschuldig, aufrichtig, berührend, außergewöhnlich.

 






 

 

 

CLOUDBURST

Mi 04.06. | 20:00 Uhr
von Thom Fitzgerald | USA 2011 | 93 Min. | OmU

Stella (Olympia Dukakis) und Dottie (Brenda Fricker) sind ein Paar, seit 31 Jahren. Dottie weiß, dass hinter Stellas rauer Fassade eine tolle Frau steckt. Nicht nur, weil Stella der blinden Dottie jeden Abend beschreibt, wie die Wolken am Himmel aussehen. Jetzt, am Ende ihres langen gemeinsamen Lebens, sind Stella und Dottie auf der Flucht, vor dem Pflegeheim, in das Dotties ahnungslose Enkelin sie abschieben will, auf dem Weg nach Kanada, um zu heiraten und für immer zusammen zu bleiben. Unterwegs nehmen sie Prentice (Ryan Doucette), einen jungen Gogo-Tänzer, mit, der natürlich ihr Trauzeuge sein will. Denn er weiß schon nach wenigen Tagen: wer es mit der Liebe ernsthaft versuchen will, soll sich diese beiden alten Lesben ansehen und anfangen zu üben!

Mit zwei Oscar-Preisträgerinnen an Bord schickt Regisseur Thom Fitzgerald seine beiden kratzbürstigen Heldinnen durch die malerischen Herbstlandschaften von Maine und Nova Scotia, durch das Auf und Ab einer ungewöhnlichen Beziehung, auf die wichtigsten Filmfestivals der Welt (bisher 36 Preise!) in die Herzen der Zuschauerinnen. So viel Charme, so viel dreckiger Humor war selten!





 

 

 

LENGUA MATERNA - MUTTERSPRACHE

Fr 06.06. | 20:00 Uhr
von Liliana Paolinelli | Argentinien 2010 | 78 Min. | OmU

Ruth, die ein nettes Café besitzt, lebt schon seit 14 Jahren mit ihrer Partnerin Nora zusammen, doch in all dieser Zeit hat sie nicht den Mut aufgebracht, es ihrer dominanten Mutter Estela zu sagen. Zu Recht? Immerhin kippt Estela bei Ruths Outing tatsächlich vom Stuhl. Nachdem Estela jedoch den ersten Schock überwunden hat, wird sie neugieriger und beginnt, mit ihrer besten Freundin das lesbische Leben ihrer Tochter zu erforschen.

Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin Liliana Paolinelli hat einen gewitzen Film über die Unerschütterlichkeit von mütterlicher Liebe gemacht, mit pointierten Dialogen, hervorragenden Schauspielern und jeder Menge Herzblut.





 

 

 

FLOATING SKYSCRAPERS - TIEFE WASSER

Mi 11.06. | 20:00 Uhr
von Tomasz Wasilewski | Polen 2013 | 93 Min. | OmU

Leistungsschwimmer Kuba steht unter Druck. Seine Mutter möchte ihren Sohn für sich haben
und will, dass Freundin Sylwia auszieht. Sein Trainer will, dass er sich mehr anstrengt. Doch
Kuba trifft keine Entscheidungen und entzieht sich den Erwartungen. Dass er leistungssteigernde
Mittel nimmt, behält er ebenso für sich wie den schnellen Sex mit Männern im Klo der
Schwimmhalle.


Als er in einer Kunstgalerie Michal kennen lernt, scheint zum ersten Mal in Kubas Leben die
Möglichkeit auf, sich in einen Mann verlieben. Untertauchen und widerstandslos durchs Leben
zu gleiten, funktionieren nicht mehr als Strategie. Sylwia schöpft Verdacht, seine Mutter kann
nicht loslassen und für Michal ist kein Platz in seinem Leben reserviert. Verzweifelt sucht Kuba
eine Möglichkeit, sich freizuschwimmen.




 

 

 

EAST/WEST - SEX & POLITICS

Fr 13.06. | 20:00 Uhr | Eintritt frei!
von Jochen Hick | Deutschland 2008 | 97 Min. | OmU

16 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion befindet sich Russland mit seiner Hauptstadt und Megapolis Moskau auf einer rasanten Fahrt in den Kapitalismus. „Russia is a country of business. We make money!“ - sagt ein bekannter DJ. Dies bedeutet Geld, Schönheit, Prunk, Erdöl und Gas, nicht aber Demokratie und Menschenrechte. Die westliche Perspektive beurteilt den Stand einer Demokratie gern am Umgang einer Bevölkerung mit ihren Minderheiten. EAST/WEST gibt Einblick in das Verhältnis der Moskauer Mehrheitsbevölkerung und ihrer lesbischen, schwulen, bisexuellen und transidenten Bevölkerung 15 Jahre nach Abschaffung des Art. 121, der einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte.

Nach dem Film gibt es eine Diskussion mit dem Aktivisten Maxim aus Nowosibirsk. 






 

 

 

BORN THIS WAY

Di 17.06. | 20:00 Uhr
von Shaun Kadlec & Deb Tullmann | USA 2013 | 82 Min. | OmU

Wie überall auf der Welt flüchten sich auch in Kamerun Schwule und Lesben in den Schutz der Stadt. Zwei junge schwule Männer schwärmen für Rihanna und Lady Gaga, die mit ihrem Hit "Born this way" zur Schwulenikone wurde. Doch von der Toleranz, von der Lady Gaga singt, können die beiden nur träumen: In ihrer Heimat, in der gleichgeschlechtlicher Sex mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft wird, ist ein Outing vor der Familie nahezu unmöglich. Von diesen Unmöglichkeiten, aber auch den Möglichkeiten berichtet der Film. Die unaufdringliche Nähe der Filmemacher zu ihren Protagonisten ermöglichte Interviews, in denen die Befragten von ihrem Wunsch nach Liebe erzählen, die sie aber nicht leben können. Die Anwältin und Menschenrechtlerin Alice Nkom kämpft für die Rechte von Schwulen und Lesben. Mit ihr werden leise Hoffnungen und kleine Nischen erkennbar, in denen die Ahnung von einem Leben aufscheint, das nicht auf Selbstverleugnung aufgebaut ist. Nach Call me Kuchu (Teddy 2012), der die Situation von Homosexuellen in Uganda dokumentierte, verdeutlicht Born This Way, wie lange der weltweite Kampf um Toleranz und Gleichberechtigung dauern wird.







 

 

 

KINDER GOTTES

Do 19.06. | 20:00 Uhr
von Kareem Mortimer | Bahamas 2009 | 104 Min. | OmU

Der hübsche, aber leicht unbeholfene und schüchterne Kunststudent Johnny wird von seiner Lehrerin zur Rettung seines Studiums kurzerhand auf die kleine, paradiesische Insel Eleuthera verbannt. Dort soll er seine Bestimmung als Maler finden. 

Als er dabei auf den selbstbewussten und durchtrainierten Musiker Romeo (Stephen Tyrone Williams aus CRUSH) trifft, entspinnt sich eine berührende Liebesgeschichte, für die William Shakespeare mit seinem "Romeo und Julia" hätte Pate stehen können. Doch vor dem gesellschaftlich gespaltenen, tief religiösen und homophoben Hintergrund der Bahamas muss Johnny weit über sich selbst hinaus wachsen.

Kareem Mortimer schafft ein beeindruckendes und mutiges Werk ganz in der Tradition filmischer Klassiker wie "The Children’s Hour" und "Victim". Visuell atemberaubend und mit glänzenden Schauspielern besetzt. Zeitlos, feinsinnig, ehrlich. 







 

 





 


 


 



 

 























Eintrittspreise und Reservierungen:

Eintritt (nur Abendkasse): 7 €, ermäßigt: 6 €.
4er-Karte (übertragbar) 24 €, ermäßigt: 20 €.
Mit Cine-Karte: jeweils 2 € ermäßigt.
Jugendliche bis 16 Jahre: 3 €.

Reservierung 0441-248 96 46 oder unter www.cine-k.de