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Mittwoch 24.10.2007 bis Samstag 27.10.2007 um 20.30 Uhr      


RollenWechsel präsentiert zum Saisonauftakt eine schwule Liebesgeschichte zwischen zwei Welten.

The Bubble

Regie: Eytan Fox
ISR 2006, 114 min., OmU.


Die Bedrohung ist überall. Jeder Tag kann zu einem schicksalhaften Moment werden. Und trotzdem möchten sie genießen, will Lulu sich verlieben, Yali ausgelassen feiern und Noam das Leben locker angehen.
Ihre WG ist im hippsten Viertel von Tel Aviv, sie kennen die angesagten Clubs der Stadt und erobern die begehrtesten Männer. So einen wie Ashraf, einen schüchternen Palästinenser, in den sich der junge
Reservesoldat Noam Hals über Kopf verliebt. Schnell wird er in die Clique aufgenommen, und zu viert erobern sie jetzt die Szene, organisieren einen Rave gegen die Besatzungspolitik Israels und möchten eigentlich nur
ein sorgloses Leben führen.


Doch so einfach wird es nicht weitergehen. Nicht in einer Stadt, die ihren Frieden in einem Vakuum, der sogenannten „Bubble“, lebt, und auch nicht mit einer Liebe, die keine Grenzen zu kennen scheint.


„Yossi & Jagger“ Erfolgsregisseur Eytan Fox beschreibt die neue junge Generation Israels genauso wie die Liebe zweier Männer aus unterschiedlichen Kulturen: Direkt, furchtlos und intensiv. In berührenden und realistischen Bildern erzählt „The Bubble“ vom Miteinander im
Gegeneinander.

Ein meisterhaftes Zusammenspiel und zugleich eine gelungene Gratwanderung zwischen einer dramatischen Liebe und der knallharten politischen Wirklichkeit.

 

Hintergrundinfos:

- Noam und Ashraf besuchen im Film das Theaterstück "Bent", in dem Lior Ashkenazi, der Hauptdarsteller des gleichnamigen Films, einen kleinen Gastauftritt hat.

- Eytan Fox hat in "The Bubble" einige Anspielungen auf Filme des palästinensischen Regisseurs Hany Abu-Assad ("Ranas Hochzeit, Paradise Now") eingebaut: Zum Beispiel heiratet Ashrafs Schwester Rana den Hamas-Anführer Jihad.

-Gal Uchovsky, Eytan Fox' Lebenspartner, schrieb das Drehbuch zum Film

 

Der Regisseur:

Eytan Fox:

Eytan Fox’ Film „Walk on water“ wurde 2004 der erfolgreichste israelische
Film außerhalb Israels. Die Geschichte eines Agenten des israelischen
Geheimdienstes Mossad, der sich in den Enkel eines Ex-Nazioffiziers
verliebt, wurde in über 25 Länder verkauft.

2002 konnte Fox mit der Liebesgeschichte zweier Offiziere in der israelischen Armee einen wahren
Welterfolg feiern. „Yossi & Jagger“ hat in Deutschland,
wie auch weltweit, Kultstatus erreicht.
Nach seiner Kindheit in New York und dem Studium in Tel Aviv stellte sich bereits in den ersten Kurzfilmen und Fernsehspielen das zentrale Thema in der filmischen Arbeit von Eytan Fox heraus. Neben romantischen Liebesgeschichten und politischen Nahaufnahmen ist ihm das Thema der Suche nach sexueller Identität sehr wichtig. Eytan Fox lebt mit dem Drehbuchautor und Produzenten Gal Uchovsky, mit dem er seit nunmehr 18 Jahren zusammen ist, in Südfrankreich, wo er auch seine nächsten großen Filmprojekte plant.

Filmographie (Auszug):

“Walk on Water" (2004)
“Yossi & Jagger" (2002)
"Gotta have heart" (1997)

 

Kritiken:

Hier endlich bekommt der Film von Eytan Fox („Yossi und Jagger“), der sich zuvor etwas harmlos in den unterschiedlichen Liebeshändeln vertändelt hatte, Wucht und Relevanz – als Porträt einer neuen Generation, die sich mit den bestehenden Fronten nicht mehr abfinden möchte. Mehr davon.
Der Tagesspiegel

„The Bubble“ erzählt von der komplexen Verschränkung politischer und kultureller Konflikte, beschreibt lustvoll und unterhaltsam die Tel Aviver Szene und macht dabei reichlich Gebrauch von eindeutigen Signalen eines internationalistischen Bewusstseins. Der Film hat brillante, tempo- und anspielungsreiche Dialoge und einen Soundtrack, der mit Bright Eyes, Bebel Gilberto oder Keren Ann alles hat, was gut und angesagt ist. Doch den weltflüchtigen Träumen von einer möglichst auch noch sexuell libertinären Rav-o-lution an den Stränden Israels steht der bornierte Machismo derjenigen gegenüber, die dummerweise im Besitz der Waffen sind. Die Liebesgeschichte zwischen dem Israeli Noam und dem Palästinenser Ashraf muss Utopie bleiben; der Film selbst wagt den Blick über die Grenze, wo Homosexualität noch nicht als „chic“ gilt.
Magazin Filmdienst

 

 

Preise und Nominierungen:

Vize-Publikumspreis - Berlin International Film Festival
Publikumspreis "Else" der Siegessäule
Publikumspreis Toronto Inside Out Film and Video Festival
C.I.C.A.E. - Award - Preis der internationalen Arthouse-Kinos

 

Links:

Offizielle Internetseite des Films

weitere Infos zum Film auf filmz.de

 



Noam und Ashraf

 

 


Noam und Jihad

 


Yali, Lulu, Ashraf und Noam

 

 


Ashraf bei der Hochzeit seiner Schwester Rana

 


Lulu, Noam, Ashraf und Yali

 


Ashraf und Noam

 




Ashraf