Cine K in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, Oldenburg                  


RollenWechsel präsentiert im November ein buntes Kurzfilmprogramm und einen Meilenstein der Anfänge schwulen Kinos

Samstag 7.11.2009 um 22:45 Uhr

Best of - Kurzfilme der Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg 2009

International, ca. 90 min, z. T. OmU




Auch in diesem Jahr dürft ihr euch wieder auf die besten Kurzfilme der Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg freuen. Wie schon in den vergangenen Jahren werden die Publikumslieblinge auch außerhalb der Hansestadt gezeigt. Natürlich werden die besten Filme erst auf den Filmtagen gekürt, deswegen ist noch nicht klar, welche Titel gezeigt werden, aber eine unterhaltsame Mischung der neuesten Kurzfilme aus aller Welt ist garantiert!
 

Herzlichen Dank an das Autonome Feministische Referat der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg für die Unterstützung dieser Veranstaltung.



Link:

Offizielle Website der Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg
































Sonntag 15.11.2009 um 16:30 Uhr

Michael

ein Film von Carl Theodor Dreyer
Deutschland 1924, 86 Min.,
Stummfilm mit Klavierbegleitung durch  Sebastian Venus





Michael ist ein junger Maler, der von seinem Meister Claude Zoret als  untalentiert abgetan wird. Angezogen von der Schönheit des jungen Mannes taugt ihm dieser lediglich als Modell, das den Meister zu zahlreichen Bildern inspiriert. Als aber eines Tages die Prinzessin Zamikov erscheint und Zoret bittet, ihr Porträt zu malen, will es dem alten Künstler einfach nicht gelingen, den Blick der Prinzessin auf die Leinwand zu bringen. Da greift der angeblich so untalentierte  Michael zum Pinsel und macht aus dem Bildnis ein Meisterwerk. Zwischen  dem jungen Maler und der Prinzessin Zamikov entwickelt sich eine Liebe, die den alten Meister allein zurücklässt. Als verlassener und  gebrochener Mann macht er sich mit letzter Kraft an ein letztes großes Gemälde...
Eine überzeugende Verfilmung des Romans von Herman Bang.


"Immer wieder von christlichen Motiven fasziniert, wendet sich Regisseur Carl Theodor Dreyer in dieser Studie über einen um Anerkennung und Liebe kämpfenden Künstler einem weiteren zentralen Thema zu: dem Verhältnis des Bewussten zum Unbewussten. "Michael" ,einer von Dreyers neun Stummfilmen, deutet mit der mutigen Verwendung von Großaufnahmen auf die berühmten aber weitaus aggressiveren Kameraeinstellungen seines letzten und renommiertesten Stummfilms "Die Passion der heiligen Johanna" voraus. Darüber hinaus besteht die Besonderheit des Films in seinem kunstvollen Lichteinsatz, der ansonsten nur noch in Dreyers späterem Tonfilm "Tag der Rache" zu bewundern ist. Indem der Regisseur dem engelsgleichen Antlitz des  jungen Malerschülers die bleichen Fratzen alter Männer gegenüberstellt, schafft er ein kontrastreiches Stück Stummfilm-Kunst." (arte)


Herzlichen Dank an das Schwulenreferat der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg für die Unterstützung dieser Veranstaltung.