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Mittwoch 27.12.2006 bis Samstag 30.12.2006 um 20.30 Uhr      



RollenWechsel präsentiert "zwischen den Jahren" eine originelle Liebesgeschichte:

Looking for Cheyenne

Regie: Valérie Minetto
F 2005, 86 min., OmU



Die Journalistin Cheyenne (Mila Dekker) hat genug von der Arbeitslosigkeit und chronischen Geldsorgen. Sie will sich nicht mehr von Sonia durchfüttern lassen, keine Rechnungen mehr bezahlen, einfach weg, ihre Spuren verwischen. So packt die Aussteigerin ihre Habseligkeiten, schnappt sich ihr Fahrrad und verabschiedet sich von Paris, ohne sich ein letztes Mal umzudrehen.

 

Es ist kalt und in den Vorstädten bläst ihr der Fahrtwind scharf ins Gesicht. Sie ist enttäuscht von der Gesellschaft. Fernab von Paris will sie auf dem abgeschiedenen Land ihr Glück versuchen, auch wenn das zur Folge hat, ihre große Liebe Sonia zu verlieren.
Als engagierte Lehrerin für Chemie an einem Gymnasium der Hauptstadt, steht Sonia (Aurélia Petit) nicht nur stellvertretend für einen konservativen Staat, sie liebt ihre Arbeit und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Es ist ihr unmöglich, mit der Welt zu brechen, sich von der Stadt zu trennen.

 

Cheyennes Abreise erschüttert Sonias Welt. Verzweifelt versucht sie, die hinterlassene Lücke zu schließen und stürzt sich in eine Affäre mit dem jungen Bohemien Pierre (Malik Zidi).
Der sanfte Rebell umwirbt die elegante Freundin stets aufs Neue. Ihm ist es egal, dass Sonia lesbisch ist und Cheyenne immer noch liebt, er will sogar ein Kind mit ihr. Ein Träumer, der mit subversiven Flugblättern gegen das Establishment zu Felde zieht. Doch die gutgemeinten Sprüche auf Pierres Handzettel wie „Liebe ist stärker als Geld“ oder „Die Welt ist magischer als du dir sie vorstellen kannst“ reichen nicht aus, um Licht in Sonias dunkle Nächte zu bringen.

 

Da scheint die Bar-Bekanntschaft mit der reichen Béatrice (Guilaine Londez) und ihrer Vorliebe für Champagner und Horrorfilme im Bett gerade recht zu kommen.
Blicke, ein Lächeln, und prompt ist Sonia im Netz der spinnenhaften Schönheit gefangen. Für Béatrice bedeutet das Leben Leidenschaft: „Wenn du nicht leidest, lebst du nicht.“

Doch Sonia kann Cheyenne nicht vergessen. Gleichgültig ob in den Armen einer anderen Frau, im Klassenzimmer oder auf den einsamen Straßen der
Metropole – endlich entschließt sie sich über ihren eigenen Schatten zu springen.
Nach langem Zögern macht Sonia sich auf den Weg Cheyenne zu suchen.

 

In der Zwischenzeit trotzt die unbeugsame Freundin den Tücken der Natur.
Wild West Romantik à la „Brokeback Mountain“ zwischen Wohnmobil und heruntergekommener Scheune. Morgendämmerung, Reste des winterlichen Schnees bedecken die grünen Wiesen. Ein Poncho als Zudecke gegen die bitteren Temperaturen. Waschen im Freien, ein dampfender Kessel, Tai Chi und das Gefühl
ungebändigter Freiheit lassen Sonia vergessen erscheinen. Insbesondere, da Cheyenne in der toughen Edith (Laurence Côte) eine hervorragende Mitstreiterin gefunden hat.

 

Die äußerst abgeklärte, fast verbitterte Edith pflegt schon seit fünf Jahren diesen alternativen Lebensstil. Ob Hasen ausnehmend oder sich in zynischen Diskussionen ergehend, sie richtet sich gegen die Gesellschaft und das installierte System.

An einem kleinen See findet Sonia schließlich ihre verloren gegangene Liebe...

Quelle: Pressemappe von Pro-Fun

 

Für den Film "Looking for Cheyenne" verlost RollenWechsel 2 mal 1 Freikarte. Schreibt einfach eine Email mit dem Betreff "Looking for Cheyenne" bis spätestens 30.12.2006 um 18:00 Uhr an post@rollenwechsel.net.

Cheyenne begegnet Sonia im Traum
Cheyenne und Sonia

Cheyenne verlässt Paris um aus der Gesellschaft auszusteigen
Cheyenne

Pierre wirbt um Sonia
Pierre und Sonia

Cheyenne findet sich selbst
Cheyenne


Cheyenne auf dem Fahrrad
Cheyenne

Cheyenne auf dem Weg nach Paris
Cheyenne

Aussteigerin Edith, Kameradin von Cheyenne
Edith

Cheyenne und Sonia
Cheyenne und Sonia

Edith und Cheyenne haben Gemüse besorgt
Edith und Cheyenne


Beatrice  Edith
Béatrice                       Edith



Béatrice und Sonia


Cheyenne

"Looking for Cheyenne" pointiert die Auswirkungen unterschiedlicher Einkommensverhältnisse auf Liebesbeziehungen mit seinen überspitzten, zum Teil skurrilen Charakteren: auf der einen Seite steht die Lehrerin und Staatsbeamtin Sonia mit sehr geregeltem Leben, die sich mit dem gesellschaftlichen System gut arrangiert. Auf der anderen Seite steht die rebellische Aussteigerin Cheyenne. Dieser Gegensatz und die damit einhergehenden Auswirkungen sind nicht nur in Frankreich nach den heftigen Protesten in den Vorstädten von Paris hochaktuell. Dieser Film verpackt das Thema in eine in wunderschönen Bildern erzählte, originelle Liebesgeschichte.

Die Regisseurin verzichtet dabei bewusst auf eine Stellungnahme und lässt unterschiedliche Charaktere, wie z.B. die unersättlich scheinende egozentrische Béatrice, die radikale Edith oder den Träumer und Protestler Pierre aufeinandertreffen. Es bleibt dem Zuschauer überlassen sich eine Meinung dazu zu bilden.

Viele der Parolen, die Pierre auf seine Plakate schreibt, stammen aus der Feder der Regisseurin Valérie Minetto selbst in jungen Jahren. Wie er hatte sie den Wunsch alleine zu kämpfen, so z.B.: „Jeder will reine Luft und seine Karre behalten.“ oder „Die Medien predigen euch gute Laune, und die Politiker lachen euch aus.“.

Valérie Minetto liebt es mit der Vermischung von Traum und Realität zu spielen. Wenn z.B. die Charaktere aneinander denken, erscheinen sie real in den Schlafzimmern oder Küchen ihrer Geliebten und reden miteinander, obwohl sie sich eigentlich gar nicht kennen können.

Durch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen bietet der Film intelligente Unterhaltung, die Herz und Kopf anspricht.

 

Die Regisseurin:

Valerie Minetto, Regisseurin von "Looking for Cheyenne"

Valérie Minetto:

1965 in Forcalquier geboren, absolvierte sie ihr Diplom an der École des Arts Décoratifs (Nizza) und der Fémis (Paris), "
Oublier Cheyenne" ist ihr erster Spielfilm

 

Filmographie:

- „Tête d'Ange“ (1994)
- „Adolescents“ (1998)
- „Beau Geste à Moscou“ (1997)
- „Moscou entre Ciel et Terre“ (2003)

 

Kritiken:

„Hervorragende schauspielerische Leistungen …
intelligente Unterhaltung, die Herz und Kopf anspricht.“
Queerfilm Festival Bremen

„Eine poetische Fabel über zwei Liebende … [ein] sympathischer Film mit vielen überraschenden Ideen!“
Lesbisch Schwule Filmtage Karlsruhe

„Ein höchst erfrischender Blick auf die Liebe und das Leben zweier attraktiver, junger Frauen, die verrückt nacheinander sind …
Spannend, berührend, sexy.“
Variety

 

Links

Offizielle Webseite bei Pro-Fun

Pressemappe zum Film (PDF)

Trailer zum Film (Französisch)